Das Wandern ist des Berliners Lust...

Das Wandern ist nicht nur des Müllers,sondern auch vieler Berliner Lust, vor allem von jenen aus dem Westteil der Stadt, die nach Öffnung der Mauer endlich ihr Umland zu Fuß erleben können. Mit der "66-Seen-Wanderung" hat der Berliner Wanderclub ein Projekt angeschoben, daß sich größter Beliebtheit erfreut und in diesem Jahr zum zehnten Mal in Serie statt fand.

Das besondere dabei ist, daß immer die gleichen Strecken zurückgelegt werden, die zuvor der erfahrene Wanderleiter Manfred Reschke ausgesucht, abgelaufen und sogar in einem kleinen Büchlein veröffentlicht hat. Dabei handelt es sich um 17 verschiedene Touren, die zwischen 18 und 31 km lang sind, wobei jeder nach seinen Fähigkeitenund Befindlichkeitenmitmachen kann. Es gibt keinen Leistungsdruck und keine Verlierer. Wer alle Etappen erfolgreich hinter sichgebracht hat, erhält eine Urkunde. Übrigens ist es egal, in welcher Reihenfolge er die stets an den Wochenenden stattfindenden Wanderungen und in welchem Zeitraum mitgemacht hat. "Manche schaffen den Wanderpass innerhalb eines Jahres sogar zweimal, andere brauchenzwei Jahre, weil ihre Zeit nicht mehr zulässt", so Reschke, Vorstandsmitglied des Vereins.

In zehn Jahren haben 5000 Teilnehmer die 66-Seen-Wanderung absolviert. Begonnen hatte es im Mai 2000 mit dem Fußmarsch vom Schloss in Potsdam nach Marquardt. Aber auch der Spreewald und die Schorfheide gehören zu den Touren.