Seniorenstützpunkt "Bewegung"

Nach den (Goldenen) Sternen haben die Breiten- und Freizeit sportler vom TSV Wittenau 1896 mit ihrem zweiten Platz beim bundesweiten DOSB-Wettbewerb bereits erfolgreich gegriffen, doch damit war ihr Ehrgeiz noch längst nicht gestillt. Nun konnten sie sich als Sieger beim Berliner Innovationspreis feiern lassen. Weil sie den Schwung der Kampagne von vor zwei Jahren mitnahmen, ihr Konzept vom "Senioren-Stützpunkt Bewegung - Älter werden mit Freunden" weiter verfeinert, ja ausgebaut haben und neue Strukturen schufen, wobei die Koordinatorin Gina Martin und die Projektleiterin Elke Duda ganze Arbeit leisteten.

Veranstaltungen wie Sturz-Profilaxe, Balance-Training, Wanderung durch den Kräutergarten oder den Freizeitpark Lübars sind nur einige Beispiele gewesen, um an ältere Menschen heranzukommen, deren Zahl sich 2008 um 250 und 2009 sogar um 500 auf nunmehr 900 Mitglieder gesteigert hat. Wohlgefühl-Gymnastik, speziell für Einsteiger gedacht, "Rostschutz" und "Fit von Kopf bis Fuß",so heißen einige der beliebten Senioren-Kurse. Und das erfreuliche dabei ist, dass sich die über 60-Jährigen inzwischen auch zu einem Helfer-Pool zusammen geschlossen haben.

Als wichtige Voraussetzung für all die Aktivitäten war der Umbau eines alten Wascghauses am Senftenberger Ring zu einem moderneren Gymnastik-Zentrum im Märkischen Viertel, wobei noch längst nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind. "Wir werden Schlaganfall-, Koronar- und Osteoporose-Gruppen aufbauen und die Rehabilitation verstärkt in den Mittelpunkt rücken", so Elke Duda, "um auch diesem Aspekt des Gesundheitssports gerecht zu werden. Dafür brauchen wir allerdings neue Übungsleiter und betreuende Ärzte."

Vor 40, 50 Jahren zogen viele junge Familien in die damals neue Hochhaussiedlung im Norden von Berlin. Inzwischen sind die Kinder außer Haus und übrig blieben Eltern, die älter werden. Abwechslung, Freude am Sport und die Geselligkeit zu vermitteln, das hat der Verein mit seinen insgesamt 18 Abteilungen, in denen rund 2700 Mitglieder tätig sind, erreicht. Nicht zuletzt durch seine vielen Kursangebote für die ältere Generation.

"Unser Ziel muß es jedoch sein, jetzt ein zweites Standbein aufzubauen", so Elke Duda, "und dabei denken wir an die Jugend, die wir intensiver an uns binden wollen." Schule, Kitas und Verein zu einem Netzwerk zusammen zu fügen, das wird demnächst die Arbeit bestimmen.